Alte Überzeugungen

15. Dezember 2020

Ich habe gerade mit Vergebungsarbeit an mir selber gearbeitet und wichtige Erkenntnisse gehabt. Wie ich die Dinge bewerte, ist nur meine Sicht der Dinge. Das entspricht nicht unbedingt oder sogar wahrscheinlich nicht der Wahrnehmung der anderen Person, die möglicherweise auch involviert ist. Ich bewerte eine Situation, vielleicht von früher, so wie ich meine, sie sei zu bewerten. Denn eine andere Sicht habe ich vermutlich nicht. Es hat in mir diese oder jene Gefühle ausgelöst. Heisst aber nicht, dass es so gemeint war. Nun aber habe ich diese Erfahrung in mein Weltbild integriert und vermutlich immer wieder neu daran geglaubt bzw war fest der Überzeugung, dass es so ist oder war. Erst jetzt habe ich durch ein näheres Hinschauen bemerkt, dass die alte Geschichte doch vermutlich aus Liebe geschehen ist, aber mit einer ganz anderen Idee dahinter. Nun, heute bin ich frei geworden, dadurch dass ich meine alte Überzeugung loslassen konnte. Und statt meine alte, traurige Erfahrung als traurige Erinnerung gespeichert zu lassen, hab ich bemerkt, dass mich diese Erfahrung trotz allem gestärkt hat. Nur durch sie habe ich mich so entwickelt und nur durch sie hab ich mich eingesetzt für dieses und jenes. Somit kann ich diese alte Erfahrung nun als eine wichtige Ressource für mein Leben nehmen, die mir nun heute Kraft gibt. Ohne meine Erfahrungen wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin. 

Wo ist mein Fokus? 

2. Nov. 2020

In dieser Corona Zeit merke ich sehr stark, wie wichtig es ist, wo ich meine Gedanken hinlenke. Bin ich beschäftigt mit den aktuellen Fallzahlen oder den Corona Pro und Contras? Oder verfolge ich ständig die Nachrichten und muss mithalten, was rund um die Welt so läuft? 

Ich hab mich dagegen entschieden. Gegen all die Sachen, die ich nun aufgezählt hab. Weil es mir sehr viel Energie raubt, die ich wirklich anders einsetzen kann. Ja für mich ist es sogar sehr wichtig, meine Gedanken, mein Fokus auf mein Tun zu richten. Meine Arbeit, die ich voranbringen will, meine Kurse an denen ich grosse Freude hab, meine Beziehungen, die mir wichtig sind. 

Wie schaffe ich das, da schliesslich alle immer wieder über diese Corona Zeit schimpfen? Und ja es ist wirklich eine grosse Herausforderung für uns zur Zeit. Ich bin selber gerade in Quarantäne und kann daher meine Arbeit nicht ausüben. Das kann wirklich nerven. 

Aber ich habe mich entschieden, die Massnahmen die das BAG vorschreibt, einfach hinzunehmen, statt Zeit mit diskutieren zu verbringen. Ich möchte meine Energie in meine Projekte investieren! Ich habe das Glück sagen zu dürfen, dass ich gerne arbeite, ob als Jugendarbeiterin oder als Coach.  Daher ist es mir wichtig, hier mein Fokus zu legen und meine Energie hier einzusetzen. 

Wie gelingt mir das? Ja es ist von Tag zu Tag eine neue Herausforderung. Denn jeden Tag kommen neue Nachrichten oder Situationen auf uns zu, die wir gerne aus Ausrede dafür benutzen, nicht in unserer Energie für unsere Projekte zu sein. Kennst du das? Ja ich muss wirklich jeden Tag von neuem, manchmal mehrmals pro Tag, ein kleines Ritual machen, mich besinnen, um mich wieder zu fokussieren. Fokussieren auf das, was ich wirklich tun will. 

Und ja, es gibt Tage, an denen es mir nicht gelingt. Das ist einfach so und ich muss mich nicht beschimpfen deswegen. Sobald ich es bemerkt habe, fertig getrauert oder halt doch geschimpft habe, kann ich mich wieder ausrichten und neu zu fokussieren beginnen. Ich staune immer wieder, wie die Energie ganz automatisch dorthin geht wo ich sie reinstecke. Schon komisch grins...

RHO Beratungen

Ramona Hochrainer
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